Während der Generalversammlung am 6. Januar 1967 beantragte der Schützenbruder Tillmann die Anschaffung eines vereinseigenen Schellenbaums. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen sodass schon im gleichen Jahr ein solcher Schellenbaum das Schützenfest bereichert hat. Bei strömenden Regen übergab der damalige Oberst August Bureick den Schellenbaum an seinem ersten Träger Josef Schomacher.

Der Schellenbaum ist eine reich verzierte, repräsentative Standarte der Infanterie-Musikkorps für feierliche Anlässe. Musikalisch wirksam wird sie nur beim Marsch durch die rhythmisch mitschwingenden Glöckchen und Schellen. Der Schellenbaum wurde von der türkischen Janitscharenmusik vor etwa 250 Jahren übernommen.
An einer Tragestange mit Querhölzern und Querbügeln sind Schellen und Glocken befestigt. Am oberen Ende befindet sich ein Feldzeichen, darunter sind am liegenden Halbmondbügel meist bunte Pferdehaare (Rossschweif) befestigt. Weiter darunter verfügt der Schellenbaum über eine Anzahl von Querstreben mit den angehängten Klangkörpern.
Da der Schellenbaum des Schützenvereins über zwei Meter groß ist und ca. zehn Kilogramm wiegt, muss der Träger bei den Ausmärschen über eine gute Kondition verfügen. Um dieses Pensum zu erfüllen, wird der Schellenbaum abwechselnd von verschiedenen Offiziere getragen.

Offiziere des Schellenbaums

Leutnant

Martin Fruggel

Oberleutnant

Dieter Holznienkemper

Oberleutnant

Matthias Junkerkalefeld
Weitere Schellenbaumträger der letzten 25 Jahre

Franz-Georg Osdiek, Alfred Eckernkemper, Ralf Schaaf, Manfred Schomacher, Dirk Weitkemper, Tobias Holtkötter, Andreas Windhaus, Gerdi Mues jun.

Bilder